Projektübersicht

SATURN

Smartes Arztportal für seltene und unerkannte Erkrankungen

Das Universitätsklinikum Frankfurt hat das Forschungsvorhaben SATURN auf den Weg gebracht, das niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose von unklaren und  seltenen Erkrankungen unterstützen soll: Ein smartes Arztportal und die Verwendung von Künstlicher Intelligenz soll Patientinnen und Patienten unter anderem im ländlichen Raum bessere und schnelle Diagnosemöglichkeiten eröffnen. 

Gefördert 2022 bis 2024 durch das Bundesministerium für Gesundheit

Verantwortlicher Ansprechpartner: Dr. Jannik Schaaf

Weitere Ansprechpartner: Michaela Neff, Richard Noll

Projektwebseite: https://www.saturn-projekt.de/ 

 

SelEe

Seltene Erkrankungen bürgerwissenschaftlich erforschen

Im Projekt SelEe möchten das Institut für Medizininformatik (IMI) Frankfurt, das Institut für Informationssysteme der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof (iisys) und die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) gemeinsam mit bürgerwissenschaftlicher Forschung neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen gewinnen. Hierbei wirken die Bürger*innen und Betroffene mithilfe einer SelEe Platform (und ggf angebundenen Tools und Apps) im gesamten Forschungsprozess mit, beginnend bei der Definition der konkreten Forschungsziele. Es soll ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgungs- und Behandlungssituation von Menschen mit Seltenen Erkrankungen geleistet werden. Der bürgerwissenschaftliche Forschungsprozess im Bereich der Seltenen Erkrankungen in enger Kooperation mit den Bürgern und Betroffenen selbst, soll ebenfalls evaluiert werden.

Gefördert 2021 bis 2024 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Verantwortlicher Ansprechpartner: Dr. Jannik Schaaf

Weitere Ansprechpartnerin: Michaela Neff

Projektwebseiten: https://www.selee.de

                                    https://www.buergerschaffenwissen.de

DSDCare

Standardisierte Zentren-zentrierte Versorgung von DSD über die Lebensspanne

Projektlogo DSDCare

Das Verbundprojekt DSDCare soll die Qualität der medizinischen und psychologischen Versorgung von Menschen mit DSD (Differences or Disorders of Sex Development) verbessern. Um dabei eine interdisziplinäre Versorgung über die gesamte Lebensspanne zu ermöglichen wird im Rahmen des Projekts ein zentrales Register basierend auf dem OSSE-Framework erarbeitet und erstellt.

Gefördert 2020 – 2022 durch das Bundesministerium für Gesundheit

Verantwortliche Ansprechpartnerin: Dr. Jessica Vasseur

Weiterer Ansprechpartner: Jens Göbel

Projektwebseite: https://dsdcare.de

EJP RD

European Joint Programme on Rare Diseases

Das EJP RD Projekt ist ein 5-Jahres Programm, das darauf abzielt ein umfangreiches und nachhaltiges Ökosystem für die Forschung auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen (Rare Diseases RD) zu etablieren. Dazu bringt das Programm über 130 Institutionen aus 35 Ländern zusammen, um eine Netzwerk-Infrastruktur und digitale Platform zu bauen, die dazu dienen soll Daten, Ressourcen und Know-How über Grenzen hinweg zu teilen, und somit zum einen die Fragmentierung der Forschung zu Seltenen Erkrankungen zu überwinden und Versorgung und medizinische Innovationen zu fördern. EJP RD zielt auch darauf ab, Tools aus bereits geförderten Maßnahmen – wie die „European Reference Networks“ – nicht nur anzuwenden und zu erweitern, sondern sie durch diese Tests in realen Situationen auch für den End-Nutzer zu adaptieren.

Gefördert 2019 – 2023 durch die European Commission

Verantwortlicher Ansprechpartner: David Reinert

Weitere Ansprechpartnerin: Aylin Demir

Projektwebseite: http://www.ejprarediseases.org

 

Neocyst

Network on Early Onset CYSTic Kidney Disease

NEOCYST ist ein multidisziplinäres Verbundprojekt aus Klinikern, Genetikern und Wissenschaftlern, die sich mit der Erforschung erblicher zystischer Nierenerkrankungen beschäftigen. Im Rahmen des Projekts wurde in enger Abstimmung mit den Projektpartnern ein umfassendes Patientenregister basierend auf dem OSSE-Framework umgesetzt und ständig weiterentwickelt. Dieses ermöglicht nun an Standorten deutschlandweit (u.a. Münster, Köln, Essen, Berlin, Hannover, Marburg, Heidelberg, Freiburg) die retro- und prospektive Erhebung und Analyse klinischer Daten.

Gefördert 2019 – 2022 durch das Deutsche Ministerium für Bildung und Forschung

Verantwortliche Ansprechpartnerin: Dr. Jessica Vasseur

Weiterer Ansprechpartner: Jens Göbel

Projektwebseite: www.neocyst.de

OSSE

Open Source-Registersystem für Seltene Erkrankungen

Als Teil des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Seltenen Erkrankungen sollte prototypisch eine generische Registersoftware geschaffen werden, die genutzt werden kann um kostengünstig und einfach Patientenregister für Seltene Erkrankungen zu schaffen.

Gefördert 2013 bis 2016 durch das Bundesministerium für Gesundheit

Verantwortlicher Ansprechpartner: Jens Göbel

Weitere Ansprechpartner: Xi Chen, Axel Zieschank

Projekt-Website: www.osse-register.de

SAVE

Telemedizinisches Konzept zur Optimierung von Diagnose und Therapie seltener Erkrankungen am Beispiel der Cystinose

Mit dem Ziel exemplarisch für andere seltene Erkrankungen die Diagnose und Therapie von Patienten mit Cystinose – einer sehr seltenen Multi-Organ-Erkrankung – zu optimieren, wurde eine elektronische Fallakte für die standardisierte Datenerfassung entwickelt. Mithilfe des OSSE-Frameworks wurden die von den einzelnen beteiligten Fachrichtungen erstellten Vorlagen in einem Patientenregister umgesetzt, welches eine strukturierte Erfassung und Weitergabe der erhobenen Daten ermöglichen soll. Das SAVE Register soll ab 2020 zur Dokumentation aller Patienten der interdisziplinären Cystinose-Sprechstunde unter Frau PD Hohenfellner am Klinikum Rosenheim eingesetzt werden.

Gefördert 2017 – 2018 durch den Landesverband Bayern für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V.

Verantwortliche Ansprechpartnerin: Dr. Jessica Vasseur

Weiterer Ansprechpartner: Jens Göbel

 

ERN-LUNG

European Reference Network Respiratory Diseases

Europäische Referenznetzwerke (ERN) sind virtuelle Netzwerke von Expertisezentren und Gesundheitsdienstleistern, die grenzüberschreitend organisiert sind. ERN-LUNG ist das europäische Referenznetzwerk für seltene Atemwegserkrankungen. Es ist ein gemeinnütziges, internationales wissenschaftliches Netzwerk, das sich professionell und patientenorientiert europaweit und global für die Prävention, Diagnostik und Behandlung von seltenen Atemwegs- und Lungenerkrankungen durch Patientenversorgung und Interessenvertretung, Bildung und Forschung einsetzt.

Das IMI unterstützt dieses Netzwerk durch drei Projekte: ERN-LUNG Datawarehouse, EXABO und einen IT Helpdesk.

ERN-LUNG Registry Data Warehouse

Patientenregister und Datenbanken sind Schlüsselinstrumente zur Unterstützung der klinischen Forschung im Bereich seltener Krankheiten, zur Verbesserung der Patientenversorgung und zur Unterstützung der Gesundheitsplanung. Derzeit ist vor allem der Datenaustausch zwischen Registern ein wesentliches Problem, da die Register oftmals keine Interoperabilität vorsehen. Aufgrund der geringen Anzahl von Patienten mit Seltene Erkrankungen, ist die Vernetzung der Forschung umso wichtiger, um ausreichende Stichprobengröße für klinische Studien zu erreichen. Im Rahmen des Konsortiums wird das ERN-Lung Registry Data Warehouse auf Basis von OSSE entwickelt. In dessen Kontext werden bestehende europäische Register über Seltene Lungenerkrankungen durch die Etablierung von Interoperabilitäts-konzepten an das Data Warehouse angebunden und somit die föderierte Suche auf den Registern ermöglicht, um relevante Patienten mit Seltenen Erkrankungen finden zu können.

Verantwortlicher Ansprechpartner: Dr. Jannik Schaaf

externe Ansprechpartner: Prof. Dr. TOF. Wagner, Leiter des Konsortiums ERN-Lung

Projektwebseite: https://ern-lung.eu/

 

EXABO-LUNG – The Expert Advisory BOard

EXABO ist eine europaweite Internetplattform zum Beantworten von Fragen bezüglich seltener Erkrankungen, welche im Kontext des Europäischen Referenznetzwerks ERN-LUNG entwickelt wird. Moderatoren weisen Fragen von Ärzten oder Betroffenen, geordnet nach Sprache und Sektor, zielgerichtet einem Experten aus dem Konsortiums zu. Ziel ist die Weitergabe von Fachwissen bei seltenen Lungenerkrankungen, das Aufzeigen neuer Behandlungstechniken sowie eine adäquate Abhilfe bei Fragen zum Thema seltener Lungenerkrankungen.

Verantwortlicher Ansprechpartner: Dr. Jannik Schaaf

Projektwebseite: https://ern-lung.eu/exabo-2/

 

ERN-LUNG IT-Helpdesk

Der ERN-LUNG IT-Helpdesk dient dem Support bei der Bedienung des CPMS, Videoconferencing und dem Account Management.

Verantwortlicher Ansprechpartner: Niels Tegtbauer

 

se-atlas

Versorgungsatlas für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Projektlogo se-atlas

Der se-atlas – medizinischer Versorgungsatlas für Seltene Erkrankungen – wird im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit seltenen Erkrankungen vom IMI zusammen mit dem Frankfurter Referenzzentrum für Seltene Erkrankungen (FRZSE) konzipiert und entwickelt. Das Projekt wird vom Bundes­ministerium für Gesundheit gefördert. Ziel der webbasierten Informationsplattform ist es, die Versorgungslandschaft für seltene Erkrankungen benutzerfreundlich und transparent darzustellen. Auf www.se-atlas.de können sich Betroffene, Angehörige, Ärztinnen und Ärzte, aber auch nicht-medizinisches Personal sowie Interessierte einen Überblick über Versorgungsmöglichkeiten und Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit seltenen Erkrankungen in Deutschland verschaffen.

Gefördert 2013 bis 2016 durch das Bundesministerium für Gesundheit

Verantwortlicher Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Holger Storf

Weitere Ansprechpartner: Niels Tegtbauer, Michaela Neff, Manuela Till

Projekt-Website: http://www.se-atlas.de

 

SaxoForN

Forschungspraxennetz Allgemeinmedizin

Dresden/Frankfurt am Main

Im Verbund SaxoForN wird ein neues Forschungspraxennetz in Sachsen (SaxoN) aufgebaut (50 Praxen) und ein bereits existierendes in der Region Frankfurt am Main (ForN) ausgebaut (200 Praxen). Gemeinsam werden in diesen unterschiedlichen Versorgungsgebieten Deutschlands zwei Pilotstudien durchgeführt:

Zum einen wird eine komplexe Intervention zur Verbesserung der intersektoralen Arzneimitteltherapie bei Patienten mit Multimedikation partizipativ entwickelt und in einer Machbarkeitsstudie getestet.

Zum anderen wird überprüft, ob und wie Daten von Langzeitüberlebenden nach Krebserkrankungen in der Hausarztpraxis erfasst werden und welche Informationen beim Entlassen aus der onkologischen Nachsorge für Hausärzte nötig sind. Das IMI unterstützt bei der Konzeption und Umsetzung der digitalen Infrastruktur.

Verantwortlicher Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Holger Storf 
Projektwebseite: SaxoForN

Communication und Tracing App (COMTRAC HIV)

Ziel des digitalen Gründungsprojektes Communication und Tracing App für HIV-Infizierte (COMTRAC HIV) ist die Entwicklung einer hybriden App, die einerseits HIV-Patienten ein interaktives Symptomtagebuch für den Alltag bietet, als auch eine Kommunikation zwischen Behandelnden und Patienten über einen on-demand Chat bzw. Videotelefonie ermöglicht. Die zu entwickelnde Lösung soll den Informationsbedarf und die Therapie bei chronischen Erkrankungen wie HIV verbessern. Mit Hilfe eines automatischen medizinischen Regelsystems, werden unter Berücksichtigung von auf dem Endgerät erfassten Gesundheitsdaten, dringende Klärungsbedarfe bezüglich des Gesundheitszustands über eine telemedizinische Kontaktaufnahme mit den behandelnden Experten ermöglicht.

Gefördert: 16.05.2022 bis 15.05.2024 durch das Land Hessen (Distral Digitales Hessen)

Verantwortlicher Ansprechpartner: Dr. Jannik Schaaf

IMI Interne Projekte

MIG-UP

MIG-Usability Project

Das MIG-Usability Project ist ein Projekt zur Förderung von Usability in der Medizininformatik mit Fokus auf empathischen Arbeitsbeziehungen. Im Projekt MIG-UP werden Themen untersucht, die sich förderlich auf Usability von medizinischer Forschungssoftware auswirken können. Dabei liegt der Fokus u.a. auf Empathie, Kommunikation und Projektmanagement als zentrale Kriterien für das Gelingen solcher Forschungsprojekte sowie der Entwicklung von wertiger Software. In dem Projekt dienen die Ergebnisse unserer empirischen Forschung als Basis für die Entwicklung einer praxis-orientierten Usability-Guideline für den Medizininformatik-Alltag.

Verantwortliche Ansprechpartner: David Reinert, Univ.-Prof. Dr. Holger Storf

Laufende Studie: „Empathy in IT: A Qualitative Study on Empathy and Communication in Work Relationships between Doctors and Software Developers in the Context of Usability and Medical Informatics Research“